Bezahlter/unbezahlter Urlaub

Bezahlter Urlaub

Es gibt verschiedenste Anlässe, für welche Angestellte zusätzlich zu den "normalen" Ferien Anspruch auf bezahlten Urlaub haben. Insbesondere familiäre Ereignisse (z.B. Hochzeit) oder persönliche Angelegenheiten (z.B. Arztbesuch, Zügeltag) können in der Regel "auf die Arbeitszeit" genommen werden.

Bei überwiegenden dienstlichen Interessen kann die Gewährung von bezahltem Urlaub jedoch auch verweigert oder es können Auflagen gemacht werden. Ein Anspruch auf Urlaub besteht somit nicht.

Wird ein Urlaub "im Umfang der notwendigen Zeit" gewährt, ist die dafür beanspruchte Zeit möglichst gering zu halten. Zur Bestimmung eines nach Arbeitstagen definierten Anspruchs ist der jeweilige Beschäftigungsgrad massgebend.

Einige Beispiele von Ereignissen mit den jeweiligen Urlaubsansprüchen: 

  • Eigene Hochzeit: 3 Arbeitstage
  • Geburt eines eigenen Kindes (für den Vater): 5 Arbeitstage  
  • Wohnungs- oder Zimmerwechsel: 1 Arbeitstag  
  • Arzt- oder Zahnarztkonsultationen: die notwendige Zeit  
  • Krankheit oder Unfall in der Familie, wenn andere Hilfe fehlt: die notwendige Zeit, höchstens 2 Arbeitstage pro Ereignis  
  • Krankheit oder Unfall in der Familie, bei Familien mit eigenen Kleinkindern oder Kindern im schulpflichtigen Alter: die notwendige Zeit, höchstens 5 Arbeitstage pro Ereignis

Unbezahlter Urlaub

Ein unbezahlter Urlaub liegt vor, wenn der/die Mitarbeitende für eine bestimmte Zeit davon befreit wird, die geforderte Arbeitsleistung zu erbringen. Im Gegenzug wird für diese Zeit kein Lohn bezahlt.

Das Anstellungsverhältnis bleibt während der Zeit des unbezahlten Urlaubs bestehen. Jedoch wird der (bezahlte) Ferienanspruch für jeden vollen Monat der Abwesenheit um einen Zwölftel gekürzt.

Übersteigt die Dauer aller unbezahlten Urlaube, die während der Anstellungen beim Kanton bezogen wurden, sechs Monate, wird das Dienstalter entsprechend angepasst. Hat jemand zum Beispiel insgesamt acht Monate unbezahlten Urlaub bezogen, wird das fiktive Eintrittsdatum um zwei Monate "korrigiert".

Unbezahlter Urlaub wird gewährt, sofern es die dienstlichen Verhältnisse gestatten.

Zu beachten!

Mit dem 30. Tag des unbezahlten Urlaubs endet die Versicherungsdeckung für Nichtberufsunfälle. Es empfiehlt sich, die Nichtberufsunfallversicherung vor deren Erlöschen durch den Abschluss einer Abredeversicherung zu verlängern, sonst ist der/die Mitarbeitende verpflichtet, das Unfallrisiko bei seiner/ihrer Krankenkasse zu versichern.

Zudem besteht bei einem unbezahlten Urlaub von mehr als einem Monat bei der BVK kein Versicherungsschutz mehr gegen die Risiken Tod und Invalidität. Gegen Vorauszahlung der vollen Risikoprämie kann der Versicherungsschutz jedoch bis Urlaubsende weiter geführt werden.